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Fahnenschlag

Die Entwicklung und Geschichte des Fahnenschlagens vor und mit der Schützenbruderschaft Lamberti-Hansa e.V. von 1863

Die Geschichte Lamberti-Hansa; Was ist Fahnenschlag “Münsterländer Art”?; Die Geschichte in und um Lamberti-Hansa?; Die Neuzeit; Das Millenium (nach dem Jahrtausendwechsel)

Die Geschichte vor Lamberti-HansaAnhand historischer Unterlagen der Schützenbruderschaft St. Antonius Coesfeld von 1349 e.V. wird der Ursprung des Fahnenschwenkens im Mittelalter auf ca. 1500 n. Chr. datiert.Aufzeichnungen über die Art und Weise des Fahnenschwenkens der damaligen Zeit existieren offensichtlich nicht. Es ist lediglich bekannt, dass fast alle Orte mit Stadtrecht zu dieser Zeit Fahnenschwenker besaßen. Die Schwenker waren ausschließlich Angehörige von Handwerksgilden oder Handwerkszünften. Es gab keine flächendeckenden Absprachen bezüglich einer bestimmten Handwerksorganisation, welche das Recht zum Fahnenschwenken besitzen sollte. Somit kann davon ausgegangen werden, dass die verschiedenen Gilden/Zünfte, sowie die Städte unterschiedliche Schwenkarten besaßen. Im Laufe der Jahrhunderte verschwanden in fast allen Städten die Schwenker.

Die Schwenkfahnen des Mittelalters unterscheiden sich in der Hauptsache von den heutigen Fahnen darin, dass sie Aufgrund ihrer Beschaffenheit so ausgelegt waren, während der Benutzung (dem schwenken) sehr großen Lärm zu verursachen. Dadurch sollten Angreifer der Stadt ferngehalten bzw. abgeschreckt werden, indem sich die Fahnenschwenker bei einem feindlichen Angriff auf die Stadttürme/-tore begaben und mit Elan und Ausdauer oft tagelang ihre Fahnen schwenken. Irrtümlich wird oftmals behauptet, das Fahnenschwenken sei zur Pestvertreibung bzw. Vertreibung „Böser Geister“ durchgeführt worden.

Für den Bereich des Münsterlandes entstand im Laufe der Zeit aus dem Fahnenschwenken des Mittelalters der Fahnenschlag der Neuzeit. Dieses Brauchtum wurde für den hiesigen Bereich durch die Bäckergilden der Stadt Münster und Nottuln gepflegt. Diese beiden Arten (Schwenken und Schlagen) unterscheiden sich sehr erheblich voneinander.

Der Fahnenschlag „Münsterländer Art“, wie er heute durch den Landesbezirk Münster dargeboten wird, beruht auf dem sogenannten „Bäckerschlag“ der Bäckergilde der Stadt Münster und symbolisiert die Fesselung und Entfesselung des Hl. Sebastianus, dem Schutzpatron aller Schützenbruderschaften. Welchen geschichtlichen Darstellungsgehalt der „Bäckerschlag“ beinhaltet, ist leider nicht brieflich überliefert.

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Was ist Fahnenschlag „Münsterländer Art“?Der Fahnenschlag „Münsterländer Art“ wird auch „Bäckerschlag“ genannt, da die Bäcker ihn am „Guten Montag“ im August immer vor dem Rathaus aufführten.Bei diesem Fahnenschlag werden genau festgelegte Figuren geschlagen. Die verwendeten Fahnen haben bei ca. 2,10 m Stablänge und einem Tuch von 1 m Länge und Breite, ein Gewicht von ca. 6 Kilogramm. Für Schüler werden natürlich Fahnen mit einer Stablänge, die in etwa der Körpergröße entsprechen, benutzt.

Der wichtigste Unterschied zum Fahnenschwenken ist, dass die Fahne die Hand verlassen darf und somit auch geworfen werden kann.

Die Figuren des Fahnenschlages werden von oben nach unten, auch „Fesseln“ genannt, durchgeführt. Dieser Bewegungsablauf symbolisiert die Fesselung des Heiligen Sebastian und hat seinen Ursprung im 15. Jahrhundert.

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Die Geschichte in und um Lamberti-HansaNach den Unterlagen der St. Antonius-Schützenbruderschaft Coesfeld war die Schützenbruderschaft Lamberti-Hansa die Urmutter des heutigen Fahnenschlages „Münsterländer Art“, indem die Verantwortlichen den abgeänderten „Bäckerschlag“ zum Brauchtum ihrer Schützenbruderschaft machten.Der historische Fahnenschlag (auch Bäckerschlag genannt) kann innerhalb der Schützenbruderschaft Lamberti-Hansa auf eine lange Tradition zurückblicken.

Bereits vor dem II. Weltkrieg führte Heinrich Tumbrink sen. diesen zur Verschönerung der Feste vor. Nach dem Kriege setzte Franz Schmitz dieses Erbe fort.

Im Jahre 1950 hatten sich die drei Jungschützen Fröhling, Rothberger und Steffens mit eisernem Fleiß soweit ausgebildet, dass der Fahnenschlag mit drei Fahnen gleichzeitig ausgeführt werden konnte. Das korrekte Auftreten und die gute Zusammenarbeit fand allgemeinen Beifall und Bewunderung.

In dieser Zeit entschlossen sich die Schützenbruderschaften St. Antonius Coesfeld und St. Fabian und Sebastianus Osterwick dazu, unter Anleitung der Fahnenschläger der Schützenbruderschaft Lamberti-Hansa ebenfalls den Fahnenschlag „Münsterländer Art“ zu erlernen und zum Brauchtum ihrer Bruderschaften zu machen.

Anlässlich der Wallfahrt der Bruderschaften nach Telgte im Oktober 1951 zeigten die Fahnenschläger unserer Bruderschaft vor dem Generalpräses Dr. Louis, den Ehrengästen und den versammelten Schützenbruderschaften den Fahnenschlag zu dritt.

In den darauf folgenden Jahren schlossen sich weitere Schützenbruderschaften diesem schönen Brauchtum an. Unter ihnen die Bruderschaften St. Hubertus Reken, St. Antonius Beerlage, St. Hubertus Reckenfeld und weitere. Viele Bruderschaften vernachlässigten den Fahnenschlag oder änderten ihn so sehr ab, dass er mit dem Fahnenschlag „Münsterländer Art“ nicht mehr vergleichbar ist. Andere Schützenbruderschaften dachten sich Figuren für ihren Fahnenschlag aus, welche keinen geschichtlichen Ursprung besitzen.

1954 wurden die Fahnenschläger unserer Bruderschaft aufgrund ihrer Leistungen auf ein Ausscheidungswettbewerb in Duisburg berufen, um mit einigen weiteren Fahnenschlägern der Schützenbruderschaften St. Antonius Coesfeld sowie St. Fabian und Sebastianus Osterwick ihr Können vor unserem damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuß in Bonn zu zeigen.

Ebenfalls im Jahre 1954 zum 25-jährigen Jubiläum der St. Elisabeth-Gemeinde im September marschierte die Bruderschaft an der Spitze des Fackelzuges. Die Fahnenschläger führten bei der Lichterfeier vor dem Portal der Kirche einen Fahnenschlag vor, der eine helle Begeisterung bei allen Pfarrangehörigen auslöste. In den nächsten Jahren wurden unsere Fahnenschläger immer wieder bei besonderen Anlässen gefordert so zum Beispiel 1955 beim silbernen Priesterjubiläum des geistlichen Beirates der Bruderschaft, Herrn Dechant Ludwig.

Aus den Reihen der Jungschützen wurden 4 weitere Fahnenschläger ausgebildet: M. Göpfer, H. Laschkowski, D. Wessels und Kl. Wohlert. Sie bekamen auf dem Landes-Fahnenschwenker-Tag in Duisburg-Hamborn für ihren Fahnenschlag das Prädikat „Gut“ und wurden mit dem Fahnenschwenker-Leistungsschild ausgezeichnet. Ihnen konnte der Diözesan-Bundesmeister beim Winterfest 1959 das silberne Fahnenschlägerabzeichen des Zentralverbandes überreichen. Die Senioren-Fahnenschläger K. Rothberger und P. Steffens wurden wegen langjähriger Erfolge sogar mit dem Goldenen Fahnenschlägerabzeichen ausgezeichnet. Der Bruderschaft selbst wurde in Anerkennung der großen Verdienste um die Verwirklichung der hohen Ziele der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften, die ihr vom Präsidium des Zentralverbandes in Köln verliehene große Ehrenurkunde, überreicht.

An diesem Punkt möchte ich einen großen zeitlichen Sprung machen. In der Zwischenzeit gab es noch viele Auftritte und sicherlich noch die eine oder andere erwähnenswerte Aktion. Doch das würde den Rahmen dieses Rückblickes sprengen.

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Die Neuzeit1989 war für den Fahnenschlag innerhalb der Bruderschaft, sowie auch für den Fahnenschlag im Landesbezirk Münster ein Richtungsweisendes Jahr.Der Gedanke zu einem Turniermäßigen Kräftevergleich der Bruderschaften entstand 1983 durch ein Fahnenschlägerturnier der St. Martini Schützenbruderschaft Nottuln. Es dauerte jedoch bis 1989, dass die Schützenbruderschaft St. Antonius Coesfeld ihr erstes offenes Fahnenschläger- und Fahnenschwenkerturnier im Landesbezirk Münster veranstaltete. Auf diesem Turnier wurden die verschiedensten Arten des
„Schlagens und Schwenkens“ mit Fahnen gezeigt. Ein Erfolg des Turniers war es, das sich die Teilnehmer gegenseitig besser kennen lernten und auch von anderen Gruppen etwas Neues lernen konnten. Doch es gab auch Kritik. Festgestellt wurde, dass es für das nächste Turnier dieser Art eine differenziertere Klasseneinteilung geben müsste. Dieses wurde ab 1990 auch praktiziert.

Seit dieser Zeit finden in Coesfeld (St. Antonius Coesfeld) und später auch in Reken (St. Hubertus Reken) und Münster (Lamberti-Hansa) Pokalturniere statt.

Den ersten Pokal konnten unsere Fahnenschläger auf den Landesbezirksmeisterschaften im Fahnenschlag „Münsterländer Art“ am 31.03.1990 in Coesfeld gewinnen. Hier belegte die Mannschaft mit den Teilnehmern Michael Timmermann und Peter G. Gierse (Ralf Lietz fiel aufgrund einer Handverletzung aus) den zweiten Platz.

Peter G. Gierse, der sich um das Training und die Auftritte der Fahnenschläger kümmerte, wurde auf der Frühjahrsjungschützen-versammlung 1991 der erste gewählte Fahnenschlägerobmann der Bruderschaft.

In dieser Zeit traten die Fahnenschläger bis zu 17 mal im Jahr auf. Hierbei sind 3-4 Turniere im Jahr enthalten. Die Erfolge führten dazu, dass eine Vitrine, speziell für die Fahnenschlägerpokale angeschafft werden musste.

Unsere Popularität sorgte dafür, dass wir 1993 den Fahnenschlag vor dem Oberbürgermeister Dr. Jörg Twenhöven anlässlich des Stadtschützenfestes vorführen durften.

Durch die zähen Bemühungen einiger wenigen aktiven Fahnenschläger gelang es schließlich sogar, den Fahnenschlag „Münsterländer Art“ im Historischen Deutschen Schützenbund „salonfähig“ zu machen. Die Fahnenschläger unseres Landesbezirkes erhielten nach langwierigen Verhandlungen mit dem Bundesfahnenschwenkerausschuss die Erlaubnis zur Durchführung von Bezirks-/ Landesbezirks-/ Diözesan- und Bundesmeisterschaften.

1994 wurde im Bezirk Münster-Mauritz der Bezirksjungschützenvorstand ins Leben gerufen. Hierzu gehört auch ein Bezirksfahnenschwenker-meister, wozu Peter G .Gierse gewählt wurde. Auf Bruderschaftsebene trat Kai Wendker die Nachfolge an. In diesem Jahr gelangen unseren Fahnenschlägern, neben anderen Erfolgen, die ersten Siege. Kai Wendker, Frank Gierse und Peter G. Gierse wurden Diözesanmeister, Kai Wendker, Torben Meier und Carsten Wulfert schafften es den ersten Bundestitel zu gewinnen. Sie wurden im Oktober Bundesmeister in der Jugendklasse Fahnenschlag „Münsterländer Art“ in Polch.

Ebenfalls in diesem Jahr wurde der Landesbezirksfahnenschwenkermeister (Ernst Heidemann jun. / St. Antonius Coesfeld) beauftragt, Richtlinien für den Fahnenschlag „Münsterländer Art“ zu erarbeiten. Mit der Unterstützung von drei weiteren Fahnenschlägerobleuten (Dirk Nienhaus von St. Hubertus Reken / Franz Fedders von St. Fabian und Sebastian Osterwick / Peter G. Gierse von Lamberti-Hansa) konnte diese Arbeit 1995 fertig gestellt und dem Bundesfahnenschwenkerausschuss zur Genehmigung vorgelegt werden.

Auch die darauf folgenden Jahre waren in Lamberti-Hansa sehr erfolgreich. Mittlerweile waren, da Frank Gierse aufgrund eines Umzuges nicht mehr zur Verfügung stand, Robert Finke und Sebastian Glamas zu den Fahnenschlägern gestoßen. 1995 konnte der erste Titel auf einem offenen Diözesanturnier errungen werden. Carsten Wulfert, Kai Wendker und Peter G. Gierse gewannen die erstmals ausgetragene Seniorenklasse in Coesfeld. Dieser Titel konnte 1996 in Reken verteidigt werden. Der Titel des Bundesmeisters in der Jugendklasse konnte 1995 in Emstek zum zweiten und 1996 in Mastholte zum dritten mal errungen werden.

1996 wurden diese Durchführungsrichtlinien in die Bundessatzung der Fahnenschwenker des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften aufgenommen.

Im März 1997, inzwischen hatte Torben Meier das Amt des Bezirksfahnenschwenkermeisters übernommen, schafften es die Fahnenschläger auch auf Landesbezirksebene einen Titel zu gewinnen. In der Jugendklasse schlugen Carsten Wulfert, Robert Finke und Sebastian Glamas die Fahne so gut, dass sie hier den ersten Platz belegten. Auf dem Diözesanjungschützentag am 24. und 25. Mai in Kinderhaus legte unsere Seniorenmannschaft mit den Fahnenschlägern Kai Wendker, Torben Meier und Peter G. Gierse (auch Opi genannt) nach. Sie wurde Diözesanmeister.

Im Sommer fand das erste Seminar für Fahnenschläger und Punktrichter im LBZ Münster statt. Der Landesbezirk Münster sowie die aktiven Fahnenschläger erhoffen sich durch diese Seminare die drastische Vergrößerung der Schützenbruderschaften, welche bereit sind, das Brauchtum des Fahnenschlages „Münsterländer Art“ zukünftig oder weiterhin in ihren Bruderschaften zu pflegen. Denn trotz aller Bemühungen der „Brauchtumspfleger“ muss die Unterstützung der Bruderschaften hinzukommen, damit der Fahnenschlag nicht vom Aussterben bedroht wird.

Auf den Bundesmeisterschaften am 05.10.1997 in Wegberg-Beek konnte die Seniorenmannschaft mit den selben Fahnenschlägern wie bei den Diözesanmeisterschaften erstmals den Titel des Bundesmeisters im Fahnenschlag Münsterländer Art gewinnen. Auch heute noch ist unsere Bruderschaft auf vielen Turnieren vertreten und weiterhin erfolgreich.

Eine Premiere für die Schützenbruderschaft Lamberti-Hansa gab es ebenfalls in Wegberg-Beek. Tanja Lange schlug als erste Frau in einer Mannschaft unserer Bruderschaft die Fahne. Sie sollte nicht die einzige bleiben. In den nächsten Jahren wurden Frauen und Mädchen feste Bestandteile unserer Fahnenschlagabteilung.

Das Jahr 1998 veranlasste unsere Bruderschaft erstmals selber ein Fahnenschlägerturnier durchzuführen. Als Anlass diente der 350ste Jahrestag des „Westfälischen Friedens“ sowie das 135-jährige Bestehen der Schützenbruderschaft Lamberti-Hansa. Es wurde ein großer Erfolg und veranlasste die Bruderschaft zu sagen, dass, sollte es einen Kooperationspartner geben, so ein Turnier erneut durchgeführt werden soll.

1999 hatten unsere Fahnenschläger, deren Zahl mittlerweile auf über 10 angewachsen war, erneut die Ehre anlässlich des Stadtkönigsballs und des Umzuges vor dem Rathaus die Fahne zu schlagen. Vorgestellt wurden hierbei die neuen Friedensreiterfahnen.

Auf unserem Königsball wurde erstmals wieder nach 40 Jahren das goldene Fahnenschwenkerabzeichen an einen Fahnenschläger überreicht. Nach K. Rothberger und P. Steffens ist Peter G. Gierse der dritte Fahnenschläger unserer Bruderschaft der diese Auszeichnung erhielt.

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Das Millenium (nach dem Jahrtausendwechsel)Dass die Neuzeit sehr schnelllebig ist und es fast jedes Jahr neue erwähnenswerte Begebenheiten gibt, zeigt auch das Jahr 2000. Im Frühjahr wurde der Beschluss gefasst, den Diözesanjungschützentag 2002 als Hauptverantwortliche Bruderschaft durchzuführen.Die Zahl der Fahnenschläger und Fahnenschlägerinnen unserer Bruderschaft wuchs im zweiten Halbjahr auf über 20 an und zu unseren Trainingsabenden erschienen die Schützenbruderschaft St. Johanni Münster, St. Hubertus Pötterhoek und der Schützenverein Hafen Neustadt um den Fahnenschlag „Münsterländer Art“ zu erlernen.

Im Zuge des Diözesanjungschützentages am 15.06.2002 das zweite „Offene Fahnenschläger- und Schwenkerturnier in Münster“ und am 16.06. das Standardmäßige Fahnenturnier der Diözese statt. Erstmals gab es ein offenes Turnier im Zuge des Diözesanjungschützentages. Mit weit über 100 aktiven Fahnenschlägern in verschiedenen Klassen und Gruppen wurden die Erwartungen weit übertroffen zumal die Fahnenschläger Münsterländer und Niederrheinischer Art erst Sonntags in Aktion traten.

Zum Abschluss der Turniertage gab es jeweils Massenfahnenschläge mit jeweils ca. 90 Teilnehmern so dass sich den Zuschauern ein imposantes Bild bot.

2004 wurde ein neues Feld für den Fahnenschlag bereitet. Der Stadtverband der Schützen in Münster initiierte einen Massenfahnenschlag anlässlich des Stadtschützenfestes. Diese Aktion war auf das 25-jährige bestehen des Stadtverbandes im Jahr 2005 ausgerichtet. Um den Zuschauern und der Jugend das Stadtschützenfest näher zu bringen fand dort erstmals ein Fahnenturnier statt. Leider kam es dort zu Missstimmungen, da Lamberti-Hansa alle Klassen gewann zumal auch noch Peter G. Gierse als Mitorganisator aus unserer Bruderschaft kam.

Eben dieser Peter G. Gierse war es, der als erstes Mitglied der Schützenbruderschaft, 2005 das Goldene Fahnenschlägerabzeichen mit Eichenlaub und 2009 die nächste Stufe mit der 25 verliehen bekam.

Da sich 2006 die Diskussion um den Fahnenschlag Münsterländer Art im Bezug auf seinen Bestand bei offiziellen Turnieren immer weiter intensivierte, entschlossen sich einige Mitglieder bei Lamberti-Hansa sich aktiv für den weiteren Bestand einzusetzen.

Die Bundesmeisterschaften 2006 waren ein Dämpfer für die anderen Vereine, da Lamberti-Hansa die erstmals vergebenen Wanderpokale für die Bundesmeister in der Schüler-, Jugend- und Schützenklasse alle gewann.

2007 wurde Peter G. Gierse um Unterstützung gebeten. Der Schützenverein der Nieströter Schützen aus Dülmen wollte ein Fahnenturnier durchführen und benötigte Unterstützung. Lamberti-Hansa sorgte für die Ausbildung der Wertungsrichter, so dass ein harmonisches Fest gefeiert werden konnte. Dieses wurde wiederholt und Vereine aus Bösensell und Osterwick (2013) entschieden sich auch einen Fahnenschlägertag bzw. ein Fahnenschlägertreffen durchzuführen.

Auch unsere Bruderschaft bleibt in diesem Bereich nicht inaktiv. Am 25.05.2013 startet das 3te Offene Münstersche Fahnenturnier im Zuge des Jubelfestes unserer Bruderschaft.

Für die Zukunft hoffen wir, dass einerseits unsere Fahnenschlägergruppe, aber auch die Fahnenschläger der verschiedenen Bruderschaften und Vereine, weiterhin gut zusammenarbeiten. Wir wünschen uns des weiteren, dass an den folgenden Turnieren noch mehr teilnehmende Gruppen begrüßt werden könnten.

Jeder ist an dieser Stelle aufgerufen mitzuhelfen im Sinne von:

GLAUBE – SITTE – HEIMAT

für Dich, uns und in der Verantwortung für andere!

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