Chronik der Schützenbruderschaft Lamberti-Hansa
Links zu den einzelnen Abschnitten
Wie haben wir begonnen
Was waren die Ziele
Wer war in den ersten Stunden dabei
Wie ging es weiter
Der erste Weltkrieg
Die Beiträge stiegen und stiegen
Veränderungen im dritten Reich
Neuanfänge
100-jähriges Jubiläum
Ein erfolgreiches Jahr
Auch Frauen sind willkommen
Wenig Interesse
Keiner war bisher jünger
Die Jugend prescht vor
Der Fahnenschlag
Das Millenium
Wie sieht es zur Zeit aus
Ein Fazit
137 Jahre
Schützenbruderschaft Lamberti - Hansa
Die Bruderschaft blickt in diesen Tagen auf ihre 135-jährige Vergangenheit zurück. Obwohl mit Vergangenheitsbetrachtung keine Ziele zu erreichen sind, sollten wir diese Gelegenheit nicht auslassen, Erlebnisse bzw. Gegebenheiten aus früherer Zeit in Erinnerung zu rufen.
An einem Fastnachtstage im Jahre 1863 war in der Gastwirtschaft "Holling" (heute "Ex-Goldener Stern") an der Wolbeckerstraße von den Bewohnern der Nachbarschaft ein Tanzkränzchen veranstaltet worden. Diese gemütliche Zusammenkunft hatte soviel Anklang gefunden, dass von 5 Teilnehmern beschlossen wurde, eine Bruderschaft zu gründen.
Zweck dieser Bruderschaft sollte die Förderung und Erhaltung der Eintracht und des Gemeinsinns unter den Bewohnern eines engeren Teiles des Amtes Mauritz sein, zu dem die Wolbeckerstraße, Schillerstraße (früher Lütkenbecker Weg) und die angrenzenden Straßen vor ihrer Eingemeindung in die Stadt Münster im Jahre 1864 gehörten.
Wer war in den ersten Stunden dabei
Mit bereitwilliger Hilfe des damals an der St. Lamberti-Kirche tätigen Kaplans, Bernhard Schweling, wurde von den 5 Gründern (Hermann Althoff, Sternstraße; Wilhelm Bracht und Johann Völkert, beide Lütkenbecker Weg und Bernhard Sibbing sowie Adolf Kleibörger, beide Wolbeckerstraße) ein Statut verfaßt. Nach den ersten Paragraphen dieser Satzung sollen als Mitglieder der neuen Gemeinschaft nur solche unbescholtenen katholischen Männer und Jünglinge aufgenommen werden, die Bewohner desjenigen Amtes Mauritz waren, der vor der Eingemeindung in die Stadt Münster den Namen "Bauernschaft Delstrup" trug. Diese Bauernschaft wurde begrenzt vom Albersloher Weg, vom Eisenbahndamm, von der Wolbeckerstraße und der Werse. Kirchlich gesehen gehörte Delstrup seinerzeit zur St. Lamberti-Pfarre.
Die neue Vereinigung erhielt damals den Namen "Lamberti-Schützenbruderschaft Delstrup". Die Gründer luden die Bewohner der damaligen Bauernschaft Delstrup zu einer Versammlung ein, in der das vorgelegte Statut angenommen wurde. Spontan traten alle Erschienenen der neuer Vereinigung als Mitglieder bei. Damit war die Bruderschaft konstituiert.
Zwei Gründer gingen daraufhin in die Bauernschaft und warben die meisten eingesessenen Landwirte als Mitglieder. Die zur Erreichung im Sinne der Bruderschaft vorgesehene Teilnahme an Beerdigungen von verstorbenen Mitgliedern sowie die jährliche Feier eines Schützenfestes machten natürlich die Anschaffung von Utensilien und Ausrüstungsgegenständen erforderlich. Diese Gegenstände (Fahnen, Degen, Schärpen, Federhüte, Schützenkette usw.) wurden teilweise von freigebigen Schützenbrüdern gespendet.
Einen zwar nicht im Statut festgelegten, aber doch stets gern geübten Brauch in der Bruderschaft bildete seit ihrer Gründung die Teilnahme der Mitglieder an öffentlichen, religiösen Kundgebungen, wie insbesondere Prozessionen, Wallfahrten etc. Hierfür wurden von der Bruderschaft neben der Bruderschaftsfahne noch zwei Kirchenfahnen geführt.
Seit der Gründung der Bruderschaft bis zum Jahre 1888 betrug die Mitgliederzahl ständig etwa 50 bis 80. In den folgenden Jahren stieg sie teilweise bis über 200 an.
Das jährliche Schützenfest sollte laut Statut im Monat Juni gefeiert werden. Es hatte den Charakter eines ländlichen Festes und wurde
abwechselnd bei Sebon, Kinnebrock und Stapelskotten begangen. Am Anfang stand immer die Bruderschaftsmesse in der St. Lamberti-Kirche. Das erste Schützenfest fand im Gründungsjahr 1863 bei Stapelskotten statt. Erster König der Bruderschaft war Anton Meiners.
Im ersten Jahr hatte die Bruderschaft eine stählerne Königskette. Bernhard Levermann spendete der Bruderschaft im folgenden Jahr eine silberne Königskette, die noch heute getragen wird. Die Kette trägt unten einen massiv silbernen Vogel, an dem immer die drei jüngsten Königsplaketten hängen, während die älteren an der Kette selbst ihren Platz finden.
Seit der Bildung der Herz-Jesu-Pfarre wurden die kirchlichen Feiern im jährlichen Wechsel in der St. Lamberti-Kirche und der Herz-Jesu-Kirche abgehalten.
Im Jahre 1913 konnte die Bruderschaft ihr 50-jähriges Bestehen feiern. Während der ersten 50 Jahre war das Schützenfest nur 2 mal ausgefallen. So wurde in den Jahren 1874 und 1875 wegen des Kulturkampfes nicht gefeiert. Von den bei der Gründung Anwesenden lebten im Jubeljahr nur noch Wilhelm Bracht und Franz Renzelkötter. Die Königskette war damals mit 48 Medaillen bestückt. Die Königswürde errang zum Jubiläum der Bäckermeister Theodor Tollkötter.
Auf der Frühjahrsgeneralversammlung 1914 wurde beschlossen, das Schützenfest am 3. August zu feiern. Dieses konnte jedoch nicht stattfinden, da am 2. August der Erste Weltkrieg ausbrach.
Am 4. März 1919 fand die erste Generalversammlung nach dem Kriege statt. Das erst Schützenfest wurde daraufhin wieder im Jahre 1920 gefeiert.
Um die Jugend der Außenbezirke enger an die Bruderschaft zu binden und zur Verschönerung des Schützenumzuges am Tage des Schützenfestes beschloß man 1922 eine Reitereskorte zu bilden. Die Schützenkette der Reitereskorte, die sich noch heute im Besitz der Bruderschaft befindet, trägt 10 Plaketten.
Die Beiträge stiegen und stiegen
Die Inflation von 1923 hatte auch die Bruderschaft nicht verschont, schon im Jahre 1921 mußte der Beitrag auf 15,- Mark, 1922 auf 40,- Mark und 1923 auf 300,-- Mark festgesetzt werden. Im September 1923 konnte man wegen der sich überschlagenden Geldentwertung keine absolute Zahl mehr für die Höhe des Beitrages festsetzen. Man setzte ihn daher auf den Betrag fest, den eine gewöhnliche Fernpostkarte kostete. Sie kostete am Beschlußtage 1 Million Mark.
Auf der Frühjahrsgeneralversammlung am 14.04.1925 wurde der Name "Lamberti-Schützenbruderschaft Delstrup" aufgegeben. Aus der früheren Bauernschaft Delstrup hatte sich in den letzten Jahrzehnten das Hansaviertel gebildet. So änderte man den Namen in Schützenbruderschaft "Lamberti-Hansa". In diesem Jahre stieg die Mitgliederzahl auf über 300 an.
Die Jahre bis zur Weltwirtschaftskrise waren für die Bruderschaft eine Blüteperiode. 1928 kam es zur Bildung einer Jungschützengruppe.
Veränderungen im dritten Reich
Die politische Entwicklung seit dem Jahre 1933 griff auch in das Leben der Bruderschaft ein. Im Frühjahr 1934 mußte das Führerprinzip eingeführt werden. Um der Form zu genügen, ernannte der Präsident (Vereinsführer) Schlüter die Mitglieder des Vorstandes als Beisitzer und Mitarbeiter.
Im Jahre 1937 wurden die Satzungen des Deutschen Schießsportbundes angenommen und die Bruderschaft mußte von diesem Zeitpunkt ab den Namen "Schützenverein" führen. Im Zuge der von der Regierung angeordneten Gleichschaltung fand eine Zusammenlegung mit dem Schützenverein "Hafen Neustadt" statt. So entstand der "Schützenverein Hansa".
Während dieser Jahre wurde der Schießsport besonders stark gefördert. Die Schießriege erzielte bei Vergleichskämpfen hervorragende Erfolge.
Nach dem 2. Weltkrieg, der die Stadt Münster fast völlig zerstörte, erwachte auch die Schützenbruderschaft "Lamberti-Hansa" wieder zu neuem Leben. Einige Schützenbrüder, an ihrer Spitze Wilhelm Bischop >und Heinrich Ridders, bemühten sich, alle erreichbaren ehemaligen Mitglieder zu sammeln. An der ersten Besprechung im Frühjahr 1947 nahmen 18 Schützenbrüder teil. Der vor der Gleichschaltung geführte Name "Schützenbruderschaft Lamberti-Hansa" wurde wieder angenommen.
Im Jahre 1953 wurde Franz Fertmann 1. Vorsitzender der Bruderschaft. Unter seiner umsichtigen Leitung, die er mit 42 Jahren übernahm, nahm die Bruderschaft eine stetige Aufwärtsentwicklung. Die vom alten Vorstand ausgearbeiteten Statuten wurden nach denen des Zentralverbandes abgeändert. Nach diesen Satzungen war vorgesehen, sich als Bruderschaft einer Pfarre anzuschließen und den Pfarrer dieser Pfarre in den Vorstand aufzunehmen. Im Einvernehmen mit Pfarrer Ludwig von der St. Elisabeth-Pfarre wurde diese als allein zuständig für die Bruderschaft gewählt.
Ebenfalls im Jahre 1953 wurde die Schießriege neu gegründet und der Schießbetrieb im Pfarrheim der St. Elisabeth-Kirche wieder aufgenommen. Hervorzuheben ist, dass sich Franz Fertmann besonders um die Förderung des Nachwuchses verdient gemacht hat.
Der Schützenverein "Hafen Neustadt" war inzwischen wieder neu gegründet worden. Im gegenseitigen Einverständnis der beiden Vereinigungen (Bruderschaft / Verein) wurde zur Vertiefung der Freundschaft vereinbart, sich gegenseitig zu Festen einzuladen.
1955 widmete Franz Fertmann der Bruderschaft ein Lied, von dem heute besonders die dritte Strophe als Richtungweisend für die Bruderschaft gilt.
Wir lassen das nicht untergehn,
was Väter einst geschafft,,
denn uns 're Kinder sollen sehn,
dass wir auch hatten Kraft.
Das Erbe das man uns vertraut,
das war und ist noch da.
Lamberti - Hansa auf uns schaut,
ein dreifach Hussassa.
Ein herausragendes Ereignis war im Jahre 1963 das 100-jährige Jubiläum. Hier errang Paul Roggenland die Königswürde, zur Königin nahm er selbstverständlich seine Frau Renate. Sein Nachfolger Heinrich Viskorf war maßgeblich beteiligt an der Gestaltung des Jubiläums.
1964 wurde der Austritt aus dem Westfälischen Schützenbund beschlossen, um dem Bund der "Historischen Deutschen Schützenbruderschaften" beizutreten. Erster Jungschützenprinz der Bruderschaft wurde in diesem Jahre Christoph Füchtenhans.
Für das Jahr 1966 muß erwähnt werden, dass Ferdi Schwarze Diözesankönig und Christoph Füchtenhans Bundessieger im Einzelschießen mit dem Kleinkalibergewehr geworden sind. Ferdi Schwarze ist der Enkel des damaligen Ehrenpräsidenten Wilhelm Bischop. Als 4-facher König in einem Jahr (Bruderschafts-, Dekanats-, Diözesan- und Vogelkönig) hält er den Rekord.
Traurig stimmte in der Frühjahrsgeneralversammlung 1970 die dringende Bitte des 1. Vorsitzenden Franz Fertmann, ihn aus gesundheitlichen Gründen sowie auch in Anbetracht seiner langjährigen Tätigkeit im Vorstand (davon allein 17 Jahre als Vorsitzender) von seinen Aufgaben zu entbinden. Als neuen Vorsitzenden wählte die Versammlung Hans Evenkamp. Franz Fertmann wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
In der Frühjahrsgeneralversammlung 1973 hob August Günnewig das 20-jährige Bestehen der Schießriege hervor, an deren Erfolgen er 19 Jahre maßgeblich beteiligt war.
Begrüßt wurde auch der neue Pfarrer der St. Elisabeth-Kirche, Pfarrer Josef Schneider, der in seinem Einführungsvortrag über die eigentlichen Aufgaben der Bruderschaften, nämlich der Pflege von Glaube, Sitte und Heimat, sprach.
1973 wurde das 110-jährige Jubiläum gefeiert. Königspaar in diesem, für die Bruderschaft erfolgreichen Jahr, wurde Heinz Wohlfahrt mit seiner Frau Leni. Das Fest war ein voller Erfolg. Erstmals fand auch wieder ein
Schützenumzug statt. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Schützenbruderschaft 51 Schützen unter 24 Jahren.
Im Jahre 1974 konnten zwei neue Wanderpokale ausgeschossen werden. Gestiftet wurden sie von Hans Evenkamp und Christoph Füchtenhans. Das Ausschießen der "Wilhelm-Bischop"-, "August-Günnewig"-, "Fritz-Günnewig"- und "Karl-Heese"-Pokale war schon eine Selbstverständlichkeit. Christoph Füchtenhans konnte in diesem Jahr die Landesbezirks-Königswürde erringen.
1975 nahm die Schützenbruderschaft zwei Schützenschwestern auf. Die Voraussetzungen hierfür wurden auf der Frühjahrsgeneralversammlung 1974 beschlossen. Zum ersten mal in der Geschichte der Bruderschaft hatte dann 1976 eine Schützin beim Kampf um die Prinzenwürde mit Karin Jüptner die sicherste Hand.
Nachdem Franz Fertmann nochmals drei Jahre den Vorsitz der Bruderschaft übernommen hatte, wurde 1978 Dieter Voigt zum 1. Vorsitzenden gewählt. Alle verantwortlichen Mitglieder sagten ihm, der zu diesem Zeitpunkt 30 Jahre Mitglied der Bruderschaft war, ihre volle Unterstützung zu.
Die Bruderschaft hatte 1980 mit der Schützenschwester Hilde Althoff erstmals eine Königin, die die Königswürde mit 36 Ringen errang. In den folgenden Jahren blieb dieses kein Ausnahmefall. Die Frauen hatten sich behauptet. Beim Landesbezirkskönigsschießen der Schützenbruder-schaften aus dem Landesbezirk Münster gab es eine Sensation, weil erstmalig in der Geschichte der Schützenbruderschaften eine Frau Bezirkskönigin wurde. Diese Ehre errang unsere Schützenschwester Hilde Althoff.
1981 konnte die Bruderschaft auf Initiative der Königin Hilde Althoff und der Jungschützen wieder einen Schützenumzug durchführen. Dieses war der erste seit mehr als 10 Jahren der nicht anläßlich eines Jubiläums stattfand.
120 Jahre waren seit der Gründung der Bruderschaft vergangen, da bekam der Verein endlich sein eigenes Pokalschießen. Der Schießwart Hans Hildmann hatte sich dieses zum Geburtstag ausgedacht. Die Schützenbruderschaft St. Wilhelmi Kinderhaus konnte sich als erster Sieger auf dem Wanderpokal verewigen.
Den erste und bisher einzigen Kaiser in der Bruderschaft Lamberti-Hansa gab es 1984 in der Person von Rolf Köhler.
Grund zu feiern gab es 1988 zum 125-jährigen Jubiläum der Bruderschaft. Theo und Emmi Rieke waren unser Jubiläumskönigspaar. Das Schützenfest wurde mit einem großen Schützenumzug gefeiert, bei dem der neue, aber noch nicht gekrönte, König Michael Timmermann mit einem Lorbeerkranz mitmarschierte. Da er im Herbst Landesbezirkskönig wurde und sich somit für das Bundeskönigsschießen in Langenfeld qualifiziert hatte, entschloß sich die Bruderschaft einen Bus zu chartern und mit über 60 Schützen am Bundesfest teilzunehmen.
Nicht nur positive Seiten hatte das Jahr 1988. Im Bereich des Schießsportes, früher ein Aushängeschild der Bruderschaft, gab es in diesem Jahr lediglich noch eine Mannschaft mit 4 Schützen.
Im Jahre 1991 initierte der Schießwart Peter G. Gierse, dass neben dem Wanderpokal, ein Bezirkspokal vergeben werden konnte. Ab 1992 wurde aus dem Bezirkspokal ein Bezirkswanderpokal der immer anläßlich des Wanderpokalschießens vergeben wird.
Außer dem Luftgewehrschießen gab es schon ein paar Jahre auf dem Schützen- und Herbstfamilienfest ein Armbrustschießen. Hiermit wurde seit 1991 der Heinz-Wohlfahrt Armbrustpokal und ab 1993 der Dieter-Voigt Armbrustpokal ausgeschossen.
Ebenfalls 1993 wurde ein schon lange geplanter Wechsel unserer Bruderschaft von der Elisabeth-Pfarre in die Herz-Jesu-Pfarre vollzogen.
1996 nahm Peter G. Gierse als erster König der Bruderschaft an einem Europaschützen-Königsschießen teil. Er konnte sich (in Haaksbergen/NL) bis in die Endrunde durchkämpfen und scheiterte dort nur ganz knapp. Ebenfalls erstmals 1996 war ein König der Bruderschaft, bei dem jährlich stattfindenden Stadtkönigsschießen, erfolgreich. Markus Gierse konnte die Krone abschießen.
Ein Jahr später (1997) wurde die Bruderschaft von der jüngsten Majestät in der Vereinsgeschichte, Sabine Levers 25 Jahre, regiert. Dem Prinz Kai Wendker wurde bei dem neu geschaffenen Stadtjugend-Königsschießen eine besondere Ehre zuteil, da er das Schießen mit der Startnummer eins eröffnen durfte. Im laufe des Schießens konnte er dem Vogel das Zepter abschießen.
Ebenfalls 1997 schaffte es Torben Meier, als Jugendprinz unserer Bruderschaft 1996, Vize-Diözesanprinz zu werden. Zwei Jahre später tat es ihm Sebastian Glamas nach.
Nach vielen Teilnahmen an den Turnieren andere Bruderschaft, richtete 1998 unsere Bruderschaft das erste offene Fahnenschläger- und Schwenkerturnier in Münster aus. Bis zum Ende des Jahres 2000 wuchs die Zahl der Fahnenschläger und Fahnenschlägerinnen in unserer Bruderschaft auf ca. 20 an.
Auch nach 137 Jahren im Jahr 2000 gibt es noch Premieren. Zum ersten mal nahm die Schützenbruderschaft Lamberti-Hansa an einem Umzug anläßlich des Europaschützenfestes, in Garrel, teil.
Vieles könnte noch über die Vergangenheit geschrieben werde. Neben den aufgeführten Ereignissen gibt es aus der Bruderschaft, insbesondere aus dem Bereich des Schießsportes und des Fahnenschlages, sicherlich noch viele Punkte die erwähnenswert wären, doch es würde den Rahmen dieser, schon sehr Umfangreichen Chronik, sprengen.
Zum Schießsport sollte jedoch erwähnt werden, das zur Zeit 12 Schützen freistehend und 3 Schützen aufgelegt in 5 Mannschaften fest schießen. Die Jugendarbeit beschränkt sich allerdings nicht nur auf Schießsport und Fahnenschlag, sondern ist ein fester Bestandteil der Arbeit in der Bruderschaft.
Es bleibt zu hoffen, dass sich in einer für Gemeinschaften schwierig gewordenen Zeit immer wieder Verantwortliche zur Verfügung stellen, damit auch die Zukunft der Schützenbruderschaft "Lamberti-Hansa" gesichert wird.
Jeder ist an dieser Stelle aufgerufen:
GLAUBE - SITTE - HEIMAT
für Dich, uns und in der Verantwortung für andere!